Schaebens-Pokal der Frauen: Kommerns junge Wilde erwarten Alemannia Aachen

Schaebens-Pokal der Frauen: Kommerns junge Wilde erwarten Alemannia Aachen

Nun wird es also erstmals so richtig ernst im Schaebens-Pokal der Frauen. Nach den Play Offs steht mit dem Achtelfinale die eigentliche Auftaktrunde des erstmals unter dem Namen des neuen Haupt- und Titelsponsors ausgetragenen Wettbewerbs an. Die Spielerinnen des Landesliga-Spitzenteams Viktoria Köln treffen gleich zu Beginn der Runde auf den Mittelrheinligisten SV RW Merl. Jan Schüll, Co-Trainer in Merl, verspricht volle Konzentration auf die 90 oder 120 Minuten am Donnerstag, 20. November, 20.15 Uhr, auf der Anlage am Kölner Günter-Kuxdorf-Weg. „Die Viktoria ist ein absolut ernstzunehmender Gegner, eine Mannschaft, die aufsteigen will. Wir müssen versuchen, der Partie unseren Stempel aufzudrücken und dem Gegner keine Luft zum Atmen zu geben“, sagt er.

Schüll bildet seit mehr als einem Jahr mit Trainerin Denise Blumenroth das Team an der Seitenlinie. Dabei verfolgt man eine klare Philosophie. „Wir wollen für Ballbesitzfußball stehen, für Kontrolle und einen ruhigen Aufbau. Solange wir den Ball haben, können wir kein Gegentor bekommen“, stellt er klar. Nach einem holprigen Saisonstart ist Merl immer besser in Schwung gekommen. Ziel sei es, oben mitzuspielen, erklärt Schüll. Als Bindeglied zwischen Team und Coaches fungiert Kapitänin und Außenverteidigerin Annika Mlinski. Als weitere Führungsfigur gilt die zweitligaerfahrenen Stürmerin Anna-Lena Leipelt. Rania Koulali und Laura Marx - beide haben in der B-Juniorinnen-Bundesliga gespielt - stehen für die Fraktion jung und talentiert. Doch bei allem Selbstvertrauen ist sich Schüll sicher: „Der Pokal hat eigene Gesetze und es ist immer mit einem spannenden Spiel zu rechnen.“

Vorwärts Spoho Köln freut sich auf Heimspiel gegen Stadtrivalen

So sieht es auch Josh Green, Coach des Regionalligisten Vorwärts Spoho Köln. Seine Elf bekommt es im Achtelfinale auf dem Platz am Walter-Binder-Weg mit dem Ligarivalen SV Deutz 05 zu tun (Mi., 26. November, 19.45 Uhr). „Es ist ein liga- und stadtinternes Duell. In der Meisterschaft haben wir Mitte Oktober 1:1 gegen Deutz gespielt“, blickt er zurück. Damals habe seine Elf zwar viele Chancen ausgelassen, aber der Gegner auch sehr clever verteidigt und sich das Unentschieden verdient. Ohnehin habe seine Mannschaft nun schon etliche Male nur ein Remis verbucht. „Im Pokal ist das Gott sei Dank ausgeschlossen. Wir sind zum Sieg gezwungen“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Zuversichtlich stimmt ihn, dass seine Spielerinnen um die bundesligaerfahrenen Ann-Kathrin Vinken im Vergleich zu Vorsaison gute Fortschritte gemacht haben und man daheim antreten darf.

Olaf Weißweiler, Leiter Damenfußball bei der SV Deutz 05, weiß um die Stärken des Kontrahenten. „Es gibt einfachere Lose, allerdings kann ein Derby Kräfte freisetzen. Daher rechne ich mit einem Spiel auf Augenhöhe“, sagt er. Ausschlaggebend sein werde die Tagesform. Eine besondere Note hat das Match für Sarah Rosenthal. Die rechte Verteidigerin der 05erinnen hat früher für Spoho gespielt. Und der Deutzer Coach Andre Kravitz war einst Co-Trainer beim Rivalen. „Aber nicht nur die beiden werden hochmotiviert sein“, so Weißweiler. Alle Akteurinnen um Selma Demir, die die verletzte Katharina Dreyer als Kapitänin vertritt, seien willens, eine Runde weiterzukommen. „Es ist ein Flutlichtspiel, darauf freut man sich einfach und es kann ein perfekter Abend werden“, erklärt der Verantwortliche bei der SV Deutz 05.

Kein alltägliches Spiel

Sascha Wagner, Trainer des Bezirksligisten VfL Kommern, hat weniger die nächste Runde im Schaebens-Pokal als vielmehr ein übergeordnetes Ziel im Blick. „Wir wollen versuchen, etwas auf die Beine zu stellen und einen schönen Rahmen zu bieten für ein alles andere als alltägliches Spiel“, sagt er über die Begegnung mit dem Mittelrheinligisten Alemannia Aachen am Samstag, 22. November, 14.30 Uhr. Er rechnet mit rund 300 Zuschauer*innen auf dem Platz am Mechernicher Schulzentrum an der Feytalstraße. Dorthin weicht man eigens aus, um auf einem wetterunabhängig guten Untergrund zu spielen. Die Erfahrung aus so einem Duell sei für seine äußerst junge Mannschaft Gold wert, ist er überzeugt. Zuletzt habe das Durchschnittsalter rund 19 Jahre betragen.

Im Tor wechselt sich die 16-jährige aus Dreiborn gekommene Mona Hinz mit der kaum älteren Nike Zander ab. „Es ist noch offen, wer von den zweien spielt. Sie machen ihre Sache beide sehr gut“, so Wagner, der mit der 35-jährigen Stephanie Möseler nur eine erfahrene Spielerin im Kader hat. Die Offensivspielerin ist schon mit Kommern vor etlichen Jahren in der Regionalliga aufgelaufen und nach weiteren Stationen zurückgekehrt. „Sie führt das Team und gibt ihre Erfahrung super weiter“, lobt Wagner die Anführerin der jungen Wilden.

Duell zweier Mittelrheinligisten

Über viele Talente verfügt auch der Mittelrheinligist SC Alemannia Straß um seinen Coach Sascha Schmitz. Das Team trifft nun auf den Ligarivalen SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten (Sa., 22. November, 15 Uhr). „Das ist eine spannende Aufgabe. Ein Erreichen des Viertelfinales wäre natürlich für uns als kleiner Verein eine tolle Möglichkeit, uns zu zeigen“, erklärt er. Schmitz. Er hofft auf bessere personelle Möglichkeiten als zuletzt. Wenn es gut läuft, kehren Sechserin Michele Kalteis und Regisseurin Janina Breuer nach Verletzungen zurück. „Die beiden habe ich zuletzt sehr vermisst. Ich hoffe, sie werden rechtzeitig fit“, so Schmitz.

Im Schaebens-Pokal der Frauen werden inklusive Finale nach der Play-Off-Runde noch vier Runden gespielt. Klassentiefere Teams genießen bis einschließlich Halbfinale Heimrecht. Das Finale findet am 1. Mai 2026 (Tag der Arbeit) statt. Der Sieger qualifiziert sich für die Play-Off-Runde des DFB-Pokals der Frauen.

Schaebens-Pokal der Frauen 2025/2026: Achtelfinal-Paarungen

Viktoria Köln (LL) vs. SV RW Merl (MRL) Do., 20. November, 20.15 Uhr.

TV Bonn-Rheindorf (KLA) vs. TuS Homburg-Bröltal (MRL) Fr., 21. November, 19.30 Uhr.

SV Menden (MRL) vs. S.C. Fortuna Köln (RL) Fr., 21. November, 19.30 Uhr.

Bedburger BV (LL) vs. TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch (MRL) Sa., 22. November, 14.30 Uhr.

VfL Kommern (BZL) vs. TSV Alemannia Aachen (MRL) Sa., 22. November, 14.30 Uhr.

SC Alemannia Straß (MRL) vs. SV Viktoria Rot Weiß Waldenrath/Straeten (MRL) Sa., 22. November, 15 Uhr.

Vorwärts Spoho Köln (RL) vs. SV Deutz 05 (RL) Mi., 26. November, 19.45 Uhr.

FC Eschweiler (BZL) vs. SV Eintracht Hohkeppel (LL) Mi., 26. November, 20 Uhr.

Geplante Spieltermine gemäß Rahmenterminkalender

Schaebens-Pokal der Frauen

Viertelfinale: 8. Februar 2026

Halbfinale: 29. März 2026

Finale: 1. Mai 2026

Weitere Auslosungstermine

Die Viertelfinals werden Mitte Januar 2026 ausgelost.

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