FC Schalke 04 ist Vorreiter, VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig sind auch dabei: Immer mehr Bundesligisten steigen ins eSport-Geschäft ein und bauen ihre eigenen Abteilungen auf. Die Teams starten unter der Fahne der großen Sportvereine oder als kleine, aber sehr erfolgreiche Start-ups. Gerade bei Letzteren ist zwar viel Expertise vorhanden, es mangelt jedoch häufig noch an betriebswirtschaftlichem Know-How. WINGS, der bundesweite Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar, setzt hier an und bietet ab Frühjahr 2020 eine Weiterbildung zum „eSport Manager“ an.
Der FIFA eWorld Cup 2019 hat gezeigt, wie professionell eSport mittlerweile betrieben wird. Auch in Deutschland verzeichnet diese neue Disziplin eine stark wachsende Fangemeinde und weckt das Interesse von Wirtschaft und Sportverbänden. Bereits 2017 wurden laut PwC weltweit Umsätze von 557 Millionen Euro erzielt. Bis 2022 rechnen Experten mit einer Verdreifachung der Umsätze und einem eSport-Marktvolumen von rund 129 Millionen Euro allein in Deutschland. Der eSport-Markt boomt und damit entstehen auch neue Berufsbilder. „In Sportvereinen wird das Thema immer präsenter und zeigt eine hohe Attraktivität, insbesondere für junge Menschen. Dazu ist allerdings oft ein Umdenken nötig, um den eSport neben den traditionellen Sparten zu etablieren,“ sagt Markus Breuer, Professor an der Fakultät für Wirtschaft der SRH Hochschule in Heidelberg und Experte für eSport. Ab Frühjahr 2020 lehrt Prof. Breuer im Rahmen der neuen Weiterbildung bei WINGS das Thema eSport Management. Denn wie bei jeder anderen Sportart auch, bedarf es Profis, die den Sport nicht nur ausüben, sondern ihn auch managen. Die drei Spezialmodule „Grundlagen des eSports“, „eSport-Management im Breitensport“ und „eSport-Management im Spitzensport“ bereiten die Teilnehmer auf den Job als eSport Manager vor: Sie stellen Möglichkeiten und Chancen sowie den optimalen Einstieg von Breiten- und Spitzensportvereinen in den eSport vor und legen den Fokus u.a. auf die benötigten Infrastrukturen, Monetarisierungs- und Refinanzierungsmodelle.
„Die Weiterbildung ist eine gute Ergänzung zum BWL-Studium. Sie setzt da an, wo die Kompetenzen aktuell gebraucht werden und trifft genau den Bedarf, den der eSport hat“, sagt Christian Hergott. Er ist Consultant bei Nielsen Sports, dem weltweit führenden Forschungs- und Beratungsunternehmen in der Sport- und Entertainmentbranche. „Im eSport werden aufgrund der steigenden Professionalisierung neue Jobs entstehen. Eine gezielte Ausbildung erhöht die Erfolgsaussichten, einen dieser Jobs in Zukunft zu besetzen.“ In fünf Monaten werden Interessierte berufsbegleitend auf den Job als eSport Manager vorbereitet. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer das Hochschulzertifikat "eSport Manager". Die Weiterbildung erfolgt aus einer Mischung von Online-Vorlesungen und einer Präsenzphase an einem von fünf zur Wahl stehenden Standorten in Deutschland. Kursstart ist der 1. Mai 2020.
Alle Infos zur neuen Weiterbildung finden Interessierte unter: www.wings.de/esport-manager
(Bildquelle: ESL I; Foto: Adela Sznajder, Helena Kristiansson, Bart Oerbekke)
