Publikumsliebling „Litti“ schreibt sich die Finger wund
Ehrengast Pierre Littbarski erfüllt in der Aula des Lechenicher Gymnasiums gut zwei Stunden lang jeden Autogrammwunsch. Die 13. Fußball-Sammler-Börse des SC Germania Erftstadt-Lechenich in den Räumlichkeiten des Lechenicher Gymnasiums war ein voller Erfolg. Auf insgesamt 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten knapp 100 Aussteller aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland ihre Raritäten und Schätze. Von Wimpeln, Sammelkarten und ganzen Stickeralben, über historische Trikots bis hin zu seltenen Anstecknadeln: Bei der Fülle des Angebots dürfte den leidenschaftlichen Sammlerinnen und Sammlern auch in diesem Jahr wieder das Herz aufgegangen sein.
Erst recht, als gegen kurz nach 11 Uhr am Sonntagmorgen Ehrengast Pierre Littbarski die Bühne betrat. Germanias Ehrenpräsident Michael Schmalen stellte den über 1.000 anwesenden Besucherinnen und Besuchern den Fußball-Weltmeister von 1990 und langjährigen Spieler des 1. FC Köln ausführlich vor und eröffnete die Autogrammstunde. Dabei machte „Litti“ seinem Ruf als Publikumsliebling alle Ehre. Immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen, nahm sich der heutige Markenbotschafter des VfL Wolfsburg rund zwei Stunden Zeit und erfüllte geduldig und gut gelaunt jeden Autogrammwunsch. „Pierre Littbarski war als Spieler und ist als Mensch ein absolutes Vorbild. Solche Typen gibt es im Fußball heutzutage leider immer weniger“, hatte Erftstadts Bürgermeister Volker Erner den Stargast zuvor im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks mit Ehrengästen, Sponsoren und Ehrenamtlichen des Vereins gelobt.
Bei der Begrüßung hatte Littbarski sich zuvor besonders gefreut, als seine beiden Berliner Jugendvereine VfL Schöneberg und Hertha Zehlendorf erwähnt wurden. Spontan richtete der 58-Jährige dann auch ein paar Worte an die anwesenden Gäste: „Es ist dieses ehrenamtliche Engagement, – ob in Schöneberg, Zehlendorf oder Erftstadt-Lechenich – ohne dass der Fußball an der Basis nicht funktionieren würde. Die Arbeit der ehrenamtlich Aktiven in den Vereinen ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und verdient Lob und Anerkennung. Ich bitte alle anwesenden Sponsoren, diese großartige Arbeit auch weiterhin zu unterschützen.“
Lob, Anerkennung und viele Schulterklopfer gab es am Nachmittag auch für Sebastian Kaiser. Der 29-Jährige, der selbst noch in der Landesliga-Mannschaft des SC Germania spielt, fungierte zum ersten Mal als Organisator der Lechenicher Fußball-Sammler-Börse und konnte ein positives Fazit ziehen: „Ich bin zufrieden mit meinem Debüt, denn die Resonanz war sehr positiv. Die Organisation einer solchen Veranstaltung ist auf jeden Fall eine spannende Sache und ich freue mich auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr.“
