Der Traum vom Profifußball

DFB-Stützpunkt Euskirchen sichtete talentierte Fußballer des Jahrgangs 2009

(Ein Artikel von Markus Brackhagen, veröffentlicht in der Kölnischen Rundschau am 14. Oktober 2020)

Der Traum vom Profifußball

„Vielleicht sehen wir den einen oder anderen von euch später mal in der Bundesliga. Das Sichtungstraining am DFB-Stützpunkt war für einige Profifußballer der erste Schritt auf ihrem langen Weg an die Spitze.“ Mit diesen Worten begrüßte Wolfgang Schmitz – einer von fünf Trainern am Stützpunkt Euskirchen – die 58 jungen Kicker des Jahrgangs 2009, die von ihren jeweiligen Vereinen im Vorfeld für den Talenttag im Erftstadion angemeldet worden waren.


Eingeladen waren zunächst nur die Fußballer, die zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni geboren wurden. „Für die Talente, die im 3. und 4. Quartal des Jahres zur Welt kamen, gibt es eine Woche später noch einmal einen gesonderten Termin. Bei der Besetzung des späteren Auswahlteams sollen die beiden Jahreshälften dann gleichermaßen berücksichtigt werden“, erklärt Schmitz, der eine von insgesamt vier parallel laufenden Partien beobachtet. Gespielt wird auf einem räumlich reduzierten Kleinfeld in vier Durchgängen Sechs gegen Sechs oder Sieben gegen Sieben. Nach fünfzehn Minuten werden die Trainer gewechselt, damit sie im Laufe des Abends alle Spieler gesehen haben. Während sich Sylvia Risser, Jörg Kortholt und Horst Bartz am Rand ebenfalls fleißig Notizen machen, beschäftigt sich Wolfgang Meinold mit den Torhütern, die gerade nicht zu den Spielen eingeteilt worden sind. „Eigentlich hat unsere Sichtung im vergangenen Winter begonnen und wir konnten uns bereits im Vorfeld bei den Spielen ein gewisses Bild von den Kindern machen. Nach den Herbstferien wird es dann noch einmal eine abschließende Sichtung geben, um endgültige Klarheit zu haben“, erläutert Schmitz. An diesem Tag sind alle Talente sind mit großem Engagement dabei, aber klar ist, dass es nur wenige den Sprung schaffen – am DFB-Stützpunkt Euskirchen werden zwölf von ihnen weiter ausgebildet. Und selbst für diejenigen, die diese Hürde nehmen sollten, bleibt es bis zum ersehnten Ziel Bundesliga noch sehr weit. Schmitz macht den Kindern trotzdem Mut: „Selbst wenn es für euch heute nicht so gut läuft. Wir kommen regelmäßig zu euren Spielen,
sodass ihr immer die Chance habt, mit guten Leistungen auf euch aufmerksam zu machen.“ Auch über Umwege hat es schließlich so mancher noch geschafft, an die Spitze zu kommen.

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