Coronavirus: Spielbetrieb auf Verbands- und Kreisebene ruht ab sofort zunächst bis 17. April

Coronavirus: Spielbetrieb auf Verbands- und Kreisebene ruht ab sofort zunächst bis 17. April

Der Fußball-Verband Mittelrhein hat am heutigen Freitag den kompletten Spielbetrieb auf Verbands- und Kreisebene ab sofort zunächst bis Freitag, 17. April 2020, abgesagt. Damit reagiert der FVM auf die aktuellen Auswirkungen des Coronavirus.
 
Die Absage gilt für den gesamten Spielbetrieb im Bereich der Frauen, Herren und Juniorinnen und Junioren. Dies umfasst Meisterschaftsspiele, Pokalspiele, Turniere, Spielfeste sowie Spiele der Futsal-Mittelrheinliga, der FVM-Liga inklusiv und des Ü-Freizeitfußballs. Auch alle Freundschaftsspiele sowie Genehmigungen von Turnieren sind hiervon betroffen. Bereits erteilte Genehmigungen werden widerrufen und sind ab sofort nicht mehr gültig. Über die Fortführung des Trainingsbetriebes entscheiden ausschließlich die Vereine in eigener Verantwortung.
 
„Wir haben die Entwicklung in den letzten Wochen intensiv beobachtet und standen in regelmäßigem Austausch mit den Behörden. Wir tragen alle Verantwortung dafür, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen. Dieser Verantwortung möchten wir mit dieser drastischen Maßnahme Rechnung tragen“, erklärt FVM-Präsident Bernd Neuendorf.
 
„Wir werden die Entwicklung weiter genau beobachten, täglich neu bewerten und frühzeitig entscheiden, inwieweit wir den Spielbetrieb nach dem 17. April wieder aufnehmen können“, erklärt Dirk Brennecke, FVM-Geschäftsführer und Leiter der FVM-Koordinierungsgruppe. „Alle Vereine erhalten dazu frühzeitig alle Informationen.“ Dazu gehört auch die Terminierung der Nachholspieltage.

 

 

 

 

 

 

Update: Entscheidung am Freitagvormittag (Stand: 12.3.2020, 21:00 Uhr)

Der Fußball-Verband Mittelrhein wird am morgigen Freitagvormittag (13. März) entscheiden, ob und inwieweit der Spielbetrieb im Verbandsgebiet auf FVM- und Kreisebene aktuell und in den nächsten Wochen stattfinden kann. Eine Information erfolgt umgehend.

Absage von FVM-Indoor-Sportveranstaltungen am 14./15. März

Der Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vom 10. März 2020 untersagt ab sofort Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern bzw. Besuchern müssen laut Weisung der Landesregierung „die zuständigen Behörden im Zusammenwirken mit Veranstaltern“ die jeweils konkret zu ergreifende Maßnahme ermitteln.

Vor diesem Hintergrund hat der FVM nach einer intensiven Risikoabschätzung und nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden heute entschieden, folgende für das kommende Wochenende (14./15. März) geplanten Indoor-Sportveranstaltungen abzusagen:  

  • FVM-Finale des E-Jugend-Cups in der Sportschule Hennef
  • FVM-Leistungstest der Mädchenförderzentren in der Sportschule Hennef
  • FVM-Liga inklusiv in Bergisch Gladbach und Aachen

Die FVM-Koordinierungsgruppe steht in intensivem Austausch mit den Behörden und wird über alle neuen Entwicklungen umgehend auf der Internetseite des Verbandes unter www.fvm.de informieren. 

Update 11. März, 19:00 Uhr:

Nach dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vom 10. März 2020 ist auch für den Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) eine neue Situation eingetreten. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern sind aufgrund des Erlasses ab sofort untersagt. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern bzw. Besuchern müssen laut Weisung der Landesregierung „die zuständigen Behörden im Zusammenwirken mit Veranstaltern“ die jeweils konkret zu ergreifende Maßnahme ermitteln.
 
Auswirkungen auf den Spielbetrieb

„Für unsere Vereine bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass sie Kontakt zu ihrer Kommune aufnehmen müssen. Die zuständigen Behörden entscheiden, ob Veranstaltungen stattfinden können oder nicht“, erklärt der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses, Markus Müller.
 
In den Kommunen des Kreises Heinsberg ist ein Großteil der Sportanlagen weiterhin gesperrt oder die Nutzung eingeschränkt, daher ist ein geregelter Spielbetrieb nicht möglich. Der Fußball-Verband Mittelrhein und der Fußballkreis Heinsberg haben daher entschieden, dass auch am kommenden Wochenende (bis einschließlich 20. März 2020) alle Spiele (Verbands- und Kreisspielbetrieb) im Herren-, Frauen- und Jugendspielbetrieb, die auf Sportanlagen im Fußballkreis Heinsberg stattfinden sollten, abgesetzt werden. Für Spiele auf Verbandsebene, d.h. außerhalb des Fußballkreises Heinsberg mit Beteiligung von Mannschaften aus dem Fußballkreis Heinsberg, sowie Spiele in den anderen Fußballkreisen gelten die Vorgaben aus dem Erlass.
 
Die FVM-Koordinierungsgruppe steht in intensivem Austausch mit den Behörden und wird über alle neuen Entwicklungen umgehend auf der Internetseite des Verbandes unter www.fvm.de informieren.
 

Update 11. März 2020, 9:15 Uhr:

Nach dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW am 10. März bewertet der FVM aktuell die Lage. Die Koordinierungsgruppe steht in engem Austausch mit den Behörden. Der FVM informiert auf dieser Internetseite umgehend über eventuelle weitere Entscheidungen.

Update 10. März 2020, 16:45 Uhr: Stellungnahme der Präsidentenkonferenz

Die Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände haben sich am Dienstag, 10. März, auf ihrer gemeinsamen Sitzung in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main intensiv mit dem Thema Coronavirus und dessen Auswirkungen auf den deutschen Fußball beschäftigt. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass sich der DFB und seine Verbände ihrer Verantwortung für die Gesundheit von Aktiven und Fans bewusst sind. Klar ist weiterhin: Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen für den Spielbetrieb wie Zuschauerausschlüsse oder Spielabsagen müssen von den zuständigen Gesundheitsbehörden getroffen und veranlasst werden.

„Der DFB, seine Regional- und Landesverbände sowie die DFL stehen in engem Austausch mit den zuständigen Institutionen. Wir vertrauen der Expertise der Behörden vor Ort“, sagt DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius. „Der Fußball kann und darf nicht isoliert handeln, sondern immer in Absprache mit den Gesundheitsbehörden. Wichtig sind klare, verbindliche Entscheidungen der zuständigen Behörden vor Ort. Sie sind hier die Fachleute. Nur auf dieser Grundlage können entsprechende Maßnahmen für den Spielbetrieb veranlasst werden. Dies gilt sowohl für den Profi- wie auch den Amateurfußball.“

Organisation des Spielbetriebs richtet sich konsequent nach behördlichen Anordnungen

Beim Thema Coronavirus sind neben der Infektionsvorbeugung Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens zu berücksichtigen, von dem der Fußball lediglich einen Teilbereich darstellt. „Unverändert gilt: Die Regional- und Landesverbände folgen konsequent den Anordnungen der zuständigen Behörden und richten danach die Organisation des Spielbetriebs aus. Darüber herrschte auch bei der Sitzung der Verbandspräsidenten und -geschäftsführer Einvernehmen“, sagt Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure und Vorsitzender der Konferenz.

Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Vereine sowie die Gesundheitsbehörden werden weiterhin engen Kontakt haben. Eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von DFB, DFL und Landesverbänden bespricht sich unter Leitung von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius täglich.

Appell an alle Vereine

Die zu bewältigenden Fragen sind nicht zuletzt im Amateurfußball angesichts von rund 140.000 gemeldeten Mannschaften im Spielbetrieb vielschichtig. Alle Vereine sind daher aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen und Spieler in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der DFB und seine Regional- und Landesverbände appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine, diese Spielerinnen und Spieler - unabhängig von etwaigen Symptomen – derzeit weder an Spielen noch im Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen.

Die Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände bekennen sich ausdrücklich dazu, die behördlichen Bemühungen, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus‘ einzudämmen, zu unterstützen. Hierbei sind mögliche regionale Unterschiede in Situation und Betroffenheiten immer mitzuberücksichtigen. Daher sind entsprechende behördliche Anweisungen unerlässlich.

 

Update: 6. März, 18: Uhr: Informationen zum Spielbetrieb: Interview mit Markus Müller

Am vergangenen Wochenende hat die Rückrunde in weiten Teilen des FVM-Gebiets begonnen. Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zum Coronavirus fragen sich viele Vereinsverantwortliche, Spieler*innen und Schiedsrichter*innen, welche Konsequenzen das für den Spielbetrieb hat. Markus Müller, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, gibt - stellvertretend für den gesamten Senioren-und Jugendspielbetrieb im FVM - Antworten auf die wichtigsten Fragen.

 
Wie ist der aktuelle Stand: Wo wird gespielt, wo nicht?

Markus Müller: "In zahlreichen Kommunen des Kreises Heinsberg sind weiterhin Sportanlagen von den Behörden gesperrt. Daher haben der Fußball-Verband Mittelrhein und der Fußballkreis Heinsberg entschieden, dass bis zum 8. März alle Spiele (Verbands- und Kreisspielbetrieb) im Herren-, Frauen- und Jugendspielbetrieb, die auf Sportanlagen im Fußballkreis Heinsberg stattfinden sollten, abgesetzt werden."

Was ist mit Spielen außerhalb des Fußballkreises Heinsberg?

Müller: "In den anderen Fußballkreisen haben die Behörden bisher keine derartige Maßnahme getroffen. Daher finden diese Spiele normal statt."

Warum dürfen Auswärtsspiele von Heinsberger Mannschaften, die auf Verbandsebene spielen, außerhalb des Fußballkreises Heinsberg ausgetragen werden?

Müller: "Die zuständigen Behörden haben im Fußballkreis Heinsberg nur die Sportanlagen gesperrt, aber keine anderweitigen Maßnahmen getroffen, die es den Mannschaften untersagen, sich außerhalb ihres Kreises zu bewegen. Deswegen steht den Spielen mit Beteiligung von Mannschaften aus dem Kreis Heinsberg außerhalb ihres Fußballkreises aktuell nichts im Wege."

Wann kann ein Spiel aufgrund des Coronavirus abgesagt werden?

Müller: "Der Fußball-Verband Mittelrhein sagt keine Spiele aufgrund des Coronavirus ab. Als Fußballorganisation steht es uns gar nicht zu, eine Einschätzung zum Virus und seinen Folgen vorzunehmen. Diese Einschätzung ist Aufgabe der zuständigen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden, die die Gesamtlage beurteilen und Empfehlungen oder Anordnungen aussprechen (z.B. Absagen von Großveranstaltungen). So lange von den Behörden keine Maßnahmen angeordnet werden, die die Durchführung von Spielen untersagen, wird gespielt.

Wir stehen mit den Behörden in Kontakt, um auf mögliche Entwicklungen und Lageänderungen umgehend zu reagieren und dies dann auch zu kommunizieren. Wir sind als FVM auch Teil der im Deutschen Fußball-Bund (DFB) angesiedelten Arbeitsgruppe. Eins ist auch klar: Für den FVM haben die Sicherheit, die Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitglieder*innen und Mitarbeiter*innen jederzeit oberste Priorität. Entsprechendes gilt für die Behörden vor Ort."

Die Mannschaften aus dem Kreis Heinsberg konnten nicht unter der Woche trainieren. Besteht denn kein Wettbewerbsnachteil?

Müller: "Bei allem Verständnis für den Unmut einzelner Vereine: Ob eine Platzanlage gesperrt wird oder nicht, liegt nicht in der Verantwortung des Fußballverbandes oder -kreises, auch nicht im Hinblick auf den Trainingsbetrieb. Wir folgen den Entscheidungen der zuständigen Behörden. Hinsichtlich des Trainings sind die Vereine gefragt, individuelle Lösungen zur Vorbereitung auf ein Spiel zu finden."

Ist es nicht dennoch einfacher den kompletten Spieltag abzusetzen und in den nächsten Wochen nachzuholen?

Müller: "Aktuell ist es nicht abschätzbar, wie sich die Situation weiterentwickelt. Der Rahmenterminplan bietet nur begrenzte Möglichkeiten für Nachholspiele. Deshalb ist es wichtig, diese für den Ausfall des kompletten Spielbetriebs aufgrund möglicher behördlicher Anordnungen freizuhalten.

Zudem sind Nachholspiele, insbesondere an Wochentagen, für die meisten Vereine organisatorisch problematisch. Deshalb ist es wichtig, möglichst vielen Vereinen den regulären Spielbetrieb zu ermöglichen. Die Vereine wollen in der Regel ihre Spiele zum geplanten Termin austragen. Mit den aktuell betroffenen Vereinen werden wir nach individuellen Lösungen für die bis dahin ausgefallenen Spiele suchen."

Gibt es die Möglichkeit Spiele zu verlegen, wenn Spieler*innen einer Mannschaft mit dem Coronavirus infiziert sind?

Müller: "Die Staffelleiter*innen auf Verbands-und Kreisebene sind informiert worden, dass sie Spiele kurzfristig verlegen können, wenn die Mehrheit der Spieler*innen einer Mannschaft entweder mit dem Coronavirus infiziert, durch die Behörden unter Quarantäne gestellt worden oder durch ihren Arbeitgeber/ihre Schule freigestellt ist. Die behördlichen Anordnungen und Freistellungsschreiben müssen dem/der Staffelleiter*in vorgelegt werden. Wenn nur einzelne Spieler*innen betroffen sind, findet das Spiel statt."

Wie sollen sich Fußballer*innen, Schiedsrichter*innen, Trainer*innen aktuell verhalten?

Müller: "Für Fußballer*innen, Schiedsrichter*innen und Trainer*innen gelten die allgemeingültigen Empfehlungen der zuständigen Gesundheitsbehörden: Ich rege an, sich auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und des zuständigen Gesundheitsamts über die Infektionsschutzmaßnahmen zu informieren."

Was ist mit dem obligatorischen Shakehands?

Müller: "Als reine Vorsichtsmaßnahme stellt es der FVM seinen Vereinen und den eingeteilten Schiedsrichter*innen bis auf weiteres frei, auf das obligatorische Shakehands vor den Spielen zu verzichten. Dabei weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dieser Empfehlung um eine Maßnahme handelt, deren Relevanz die Gesundheitsexperten unterschiedlich bewerten; jedoch mag es Personen geben, die aktuell vom Handschlag absehen möchte. Das ist aus unserer Sicht völlig in Ordnung."


Infobox:

  • In Nordrhein-Westfalen laufen die Informationen beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zusammen, das die Informationen zum Coronavirus auf seiner Website ständig aktualisiert: https://www.mags.nrw/coronavirus.
  • Für Bürger*innen gibt es eine Telefon-Hotline: 0211 / 9119 1001.
  • Das zuständige örtliche Gesundheitsamt ist hier zu finden: https://tools.rki.de/PLZTool/

Hilfreiche Links (u.a. Risikobewertung, Hygiene-Tipps)

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